Kultur, Nationalität und Beruf: Welche Unterschiede zwischen weiblich und männlich?

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"Lehrer/Lehrerin", "Arzt/Ärztin" ... Wann wird das Weibliche in Berufsbezeichnungen angezeigt?
Gibt es in Ihrem Kulturkreis zur Bezeichnung der Nationalität einer Person verschiedene Wörter, wenn es sich um eine Frau oder einen Mann handelt? Wird ein Beruf verschieden bezeichnet, wenn er von einem Mann oder eine Frau ausgeübt wird?

Bei vielen Wörtern, die im Französischen die Nationalität bezeichnen, gibt es eine männliche und eine weibliche Form. Es gibt aber Nationalitäten, die für Männer und Frauen die gleiche Form haben.

Auch Vornamen haben meist eine andere Form, wenn es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, zum Beispiel Aziz, François, Sami, Paul männlich, aber Aziza, Françoise, Samia, Paule, Pauline weiblich. Es gibt jedoch einige Ausnahmen: Dominique, Claude usw.

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wurden große Anstrengungen unternommen, um für gewisse Berufen, die zuvor auf Grund der mit ihnen verbunden sozialen Stellung, als männlich betrachtet wurden, weibliche Bezeichnungen zu schaffen (médecin, ministre, maire, professeur, juge, chef…) oder auch für Berufe, die mit körperlichen Anstrengungen verbunden waren, die man als für Frauen zu hart beurteilte (maçon, camionneur, boucher…). Man sagt somit heute: la ministre, la juge usw. oder verwendet für Männer oder Frauen unterschiedliche Bezeichnungen: enseignant, enseignante, chanteur, chanteuse, chef, cheffe, usw.

In Québec wurden diese weiblichen Bezeichnungen problemlos in der Umgangssprache übernommen.
In Belgien und Frankreich gibt es trotz der Empfehlungen öffentlicher Stellen noch einige Widerstände. Hingegen ist die weibliche Form der vorangestellten Personenbezeichnung heute allgemein üblich (Madame la ministre, Madame la proviseure).

Übungen zur praktischen Anwendung

Kultur(en): Staatsangehörigkeit u. Beruf (männl. u. weibl. Form)

A1
4 Übungen
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